Samstag, 10. April 2010

Camping (part 1)

Während die Australier mit Begeisterung ihre Nationalsportarten (u.a. Rugby, Cricket, Footy, Pferderennen) verfolgen, gibt es v.a. ein Nationalhobby, das sie mit Leidenschaft betreiben: Campieren. Und Ostern scheint das Campingwochenende par excellence zu sein. Wer irgendwie kann, packt seine Sachen, verlässt die Stadt und strebt ans Meer oder ins Grüne, denn wie in Europa ist auch hier an Karfreitag und Ostermontag frei; dazu sind auch gerade noch Schulferien.

In mehreren Teilen werde ich zu beschreiben versuchen, was Campieren auf Australisch bedeutet und welche Ausrüstung dazugehört.

Teil 1: Das Fahrzeug

Das Wichtigste scheint hier nicht die Ausrüstung an und für sich zu sein, sondern dass man überhaupt campieren geht. Die Holiday-Parks und die beliebten Campingplätze sind über Ostern Monate im voraus ausgebucht, teilweise kann man nur ganze Wochen reservieren.

Das Zweitwichtigste ist, dass ohne Auto gar nichts geht. Mit öffentlichem Verkehr an einen Zeltplatz zu gelangen, wie z.B. im Tessin, ist hier nur im Ausnahmefall möglich. Und da die wirklich schönen Plätze meist im bush liegen (bush ist zwischen Stadt und outback) und oft nur via Schotterstrassen und Wasserdurchfahrten zu erreichen sind, ist über Ostern jedes dritte Auto auf der Strasse ein seriöser Geländewagen.


So werden dann also Sack und Pack und Kind und Kegel eingepackt, je nachdem noch Wohnwagen, Wohnanhänger oder Boots- oder Motorrad-Trailer angekoppelt, und dann geht's los. Oft sieht man auch die sogn. utes (von utility vehicle), bei denen einfach alles auf die Ladebrücke geworfen, mit einem Seil festgezurrt und vielleicht sogar mit einer Plane abgedeckt wird.


Diese Fahrzeuge sind unter der Woche oder unter dem Jahr oft im familieneigenen Betrieb als Arbeitstiere im Einsatz und werden dann ruckzuck umfunktioniert. Natürlich sind auch wieder die SUVs unterwegs und ziehen oft einen Wohnwagen oder ein Boot.


Seit Ostern haben wir fahrzeugmässig den Coolness-Faktor um mindestens 70 Punkte gesteigert. Im Vergleich zu Velo und Zelt war's Hilton-mässig! Mehr dazu in einem späteren Eintrag.


Im Ostermontagverkehr gibt es zwischen Australien und Europa mindestens eine unausweichliche Gemeinsamkeit:

Kommentare:

  1. Ciao Zämä, wieso steht Ihr mit der T-Rex hinten an?

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  2. Der T-Rex ist leider kein Flugsaurier ... rechts überholen gilt bei doppelter Sicherheitslinie nicht ... und was links aussieht wie ein Feldweg hört bei der nächsten Baumgruppe auf. Also: anstehen :-(
    Mit total 50 Minuten sind wir aber wohl noch glimpflich davongekommen.

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  3. gut und recht oli, das mi der sicherheitslinie...

    ...aber mit dem t-rex könntet ihr doch einfach gerade aus, bzw. darüber hinweg fahren?!?!?!

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